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Logiconomi Awards

Unter dem Begriff Logiconomi fasst Toyota Material Handling Europe seine Ansätze zusammen, die Logistik wirtschaftlicher zu gestalten, indem effiziente Prozesse entwickelt und Verschwendungsarten vermieden werden. Dafür treibt Toyota Innovationen voran und sucht die Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Partnern.

Teil des Ansatzes ist das Logiconomi Award Programm für Studenten, mit dem das Unternehmen frisches, jugendliches und innovatives Denken in der Logistik fördert. In diesem Jahr fand bereits die dritte Ausschreibung des Toyota Logistic Design Wettbewerbs statt. Aufgrund des Erfolgs wurde nun zum ersten Mal der Toyota Logistic Engineering Wettbewerb ausgerufen.

Unter der Berücksichtigung von Branchentrends wagen die Teilnehmer einen Blick in die Zukunft.

Toyota Logistik Design Wettbewerb

2014 wurde der Design-Wettbewerb ins Leben gerufen, um den Dialog mit jungen Designern zu eröffnen und neue Ideenansätze zu entwickeln. Beim letzten Wettbewerb gewann FLOCK - eine innovative Lösung, wie vollautomatisierte Flurförderzeuge zukünftig autonom zusammenarbeiten können.

Die dritte Auflage befasst sich thematisch mit der Erwartungshaltung von Verbrauchern. Sie treffen nicht mehr nur Entscheidungen online, sondern kaufen ihre Waren auch im world wide web. Mit dem stetigen Wachstum des e-Commerce-Marktes muss auch die Logistik Schritt halten: schnelle und vor allem pünktliche Lieferungen sind absolute Priorität geworden. Rahmenbedingungen, wie beispielsweise der Verkehr, haben sich jedoch zu Herausforderungen entwickelt.

Unter dem Motto " Package Delivery. Join the revolution." wurden die Nachwuchsdesigner aufgefordert, die traditionelle Lieferkette außen vor zu lassen und eine nachhaltige und revolutionäre Lösung zu entwickeln, die eine direkte, schnelle und pünktliche Lieferung ermöglicht, indem sie die sogenannte „last mile" (letzte Meile) für die Kunden optimiert.

And the winners are...

Diese Herausforderung haben Hannah Rayner und Matt Putman (Loughborough University, UK) am besten gemeistert. Ihr AL.PACKER ermöglicht eine gesellschaftlich nachhaltige Lösung für Last-Mile-Paketlieferungen.

AL.PACKER ist eine Applikation, die den Lieferprozess verändert. Der Grundgedanke dahinter ist die Erweiterung der traditionellen Lieferkette. Sie umfasst einen Mikrounternehmer als dritten Stakeholder, der die Lieferung garantiert annimmt. Der Endkunde kann das Paket an seinem Wunschort zu seiner gewünschten Zeit abholen. Die soziale Komponente der App unterstützt die Kommunikation, Zuverlässigkeit und Zufriedenheit der einzelnen Interessengruppen. "Diese Lösung verfolgt einen anderen Ansatz, indem sie das soziale Netzwerk einer dritten Partei nutzt, um die letzte Meile effizient zu überbrücken. Die Lösung ist praktisch und einfach zu bedienen und damit kundenorientiert ", sagt Magnus Oliveira Andersson, Leiter Design bei Toyota Material Handling Europe.

Der zweite Platz ging an Paul Pötzelberger und Mohammad Moradi (Kunsthochschule Berlin-Weißensee). Ihr CIPS-Ansatz (Combined Infrastructure Parcel Service) bietet eine alternative Lieferlösung an. Dabei wird der öffentliche Linienverkehr via Bus eingebunden, um eine schnellere und effizientere lokale Zustellung zu gewährleisten. Die „Toyota Bee" von David Wolter (Universität Lund, Schweden) erhielt mit seinem HIVE-System, bestehend aus mehreren kleineren BEE-Einheiten und mobilen Kontrollpunkten, den dritten Platz. Das System kollaboriert mit Menschen - für die Zukunft eine wichtige Eigenschaft.

Mit einer Rekordzahl von 1.312 Stimmen geht der People's Award an „Gamaru", eine Frachtlösung, eingereicht von Edgar Andres Sarmiento (Istituto d'Arte Applicata e Design, Italien).

Toyotas Logistic Engineering Award

Nach dem Erfolg des Toyota Logistic Design Wettbewerbs hat Toyota Material Handling ihr Konzept erweitert. Das Unternehmen hat schwedische Ingenieur-Studierende und junge Absolventen eingeladen, innovative technische Lösungen für den FLOCK zu entwickeln.

Die schwedischen Nachwuchs-Ingenieure wurden vor die Herausforderung gestellt, Lösungsansätzen zu entwickeln, welche die Lücke zwischen Konzept und Umsetzung schließen. Sie brachten Idee für eine Navigationslösung und die Positionierung, die Konstruktion und die Funktion einzelner Komponenten, Hubmechanismen, Energieversorgung und Vernetzung ein.

Das Gewinnerdesign, Woodpecker, eine Ableitung von FLOCK's "Mother Goose", ist die Antwort, nach der die Jury suchte. Der Woodpecker erhält von sogenannten „Nestlingen" die Ware und lagert sie im Regal ein. Er kann auch autonom arbeiten und ist so konzipiert, dass er eine nachhaltige und servicefreundliche Wartung ermöglicht. Mattias Barrklev und Oskar Brännström (Universität Linköping) haben ein kompaktes und gewissenhaft konstruiertes Design abgeliefert, das auf korrekten Berechnungen für den Warenumschlag basiert. "Dieses Design wird aktuellen Themen wie Automation und Vernetzung gerecht und hat gleichzeitig ein hohes Industrialisierungsniveau. Insgesamt hat es das richtige Toyota ‚Look and Feel‘", sagt Magnus Persson, Manager Technology Solutions R & D bei Toyota Material Handling Europe.

Den zweiten Platz erhalten Fredrik Engström, Alexander Nilsson und Valdemar Melin (Universität Linköping) für die Umsetzung des „Nestlings" - den Nachfolger von FLOCK's Ducklings für den horizontalen Transport. Dieser kleine autonome Lastenträger transportiert Fracht auf Bodenniveau und arbeitet mit FLOCK's Woodpecker. Der Hubmechanismus ist für eine effiziente Raumnutzung, servicefreundliche Wartung und eine Kollaboration mit Blick auf eine Kreislaufwirtschaft konzipiert.

Der dritte Platz geht an das elektromechanische riemengetriebene Hebesystem von Jonas Dahlgren (Luleå University of Technology). Dank einer begrenzten Anzahl von Teilen, einer einfachen Konstruktion und Elektromotoren ist es einfach zu montieren und energieeffizient.