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Storopack Deutschland: Neuer TNO-Standard für ergonomischen Packplatz

  • 31/03/2010, Metzingen

  • Storopack hat gemeinsam mit Hüdig + Rocholz (Velbert) und Vanderlande Industries (Veghel, Niederlande) die Ausstattung einer Packstation mit Anbindung an eine automatisierte Intralogistik entwickelt.

 
Auf Grundlage einer Studie des niederlän­dischen Forschungsinstituts TNO (Delft/Amsterdam) hat Storopack gemeinsam mit Hüdig + Rocholz (Velbert) und Vanderlande Industries (Veghel, Niederlande) die Ausstattung einer Packstation mit Anbindung an eine automatisierte Intralogistik entwickelt. Die Bauweise und Anordnung aller Elemente basiert auf den Parametern, die laut Studie optimale Arbeitsbedingungen für den Packprozess beschreiben. TNO ist beauftragt, den Prototypen in der sich nun anschließenden Projektphase zu testen und die erreichte Effizienz der Abläufe zu dokumentieren. Statt sich auf „Ergonomie aus Erfahrung" zu beschränken, bieten die Partner damit in Zukunft einen Standard, der auf messbaren Ergebnissen beruht.

 

Auftraggeber der arbeitswissenschaftlichen Untersuchung ist Vanderlande Industries. Das Unternehmen hat sich zuvor bereits mit den Abläufen beim Wareneingang und Kommissionieren beschäftigt. Das Ergebnis der Zusammen­arbeit mit Storopack und Hüdig + Rocholz wird nach Ab­schluss der Tests bei TNO voraussichtlich im Sommer als vollintegrierte Packstation „PACK@EASE" präsentiert.

 

Alle drei Partner haben in der Praxis ähnliche Erfah­rungen gemacht: mit einer verbesserten Ergonomie lässt sich die Produktivität beim Verpacken im Einzelfall um bis zu zwanzig Prozent erhöhen. Eine Einrichtung, die den Körperbau mitsamt Bewegungsapparat berücksichtigt und einen durchdachten Ablauf der notwendigen Handgriffe sicherstellt, ermöglicht ein schnelleres Arbeiten. Es werden weniger Fehler gemacht und die Tätigkeit kann länger ohne Ermüdungserscheinungen durchgeführt werden.

 

Die meisten Arbeitskräfte eines Distributions- oder Logistikzentrums sind in der Regel an den Packstationen eingesetzt. Mit einer Effizienzsteigerung in diesem Prozessabschnitt lassen sich daher die laufenden Kosten der Intralogistik erheblich senken.

 

Die Packstation erfüllt alle Voraussetzungen, um ein gleichbleibendes Leistungsniveau sicherzustellen. Die Box mit der komissionierten Ware kommt auf einer leicht geneigten Rutsche am Packtisch an, so dass der Mitar­beiter bequem hineingreifen kann. Der Packtisch von Hüdig + Rocholz ist höhenverstellbar und hat zusätzlich eine tiefere Ebene für höhere Pakete sowie für das Befüllen mit dem Schutzverpackungssystem. Das Silo für die sensor­gesteuerte Bevor­ratung der Luftkissen Airplus von Storopack ist direkt darüber angebracht. Für die Anbin­dung an die automatisierte Intralogistik, mit Zuführ­technik und auf Ebene der Steuerung, sorgt Vanderlande Industries.

 

Zum Ausstattungs-Standard sind individuelle Ausführungen möglich. So kann Hüdig + Rocholz Elemente für die EDV oder die Ablage hinzufügen. Und Storopack bietet statt Luftkissen auch eine Integration mit Paperplus Chevron an.

 

Allgemein wird dem Packprozess in der Intralogistik bisher noch wenig Aufmerksamkeit gewidmet. In der Planung eines neuen Distributions- oder Logistikzentrums gehört das Verpacken zur Peripherie und wenn es um die Verbes­serungen einer bestehenden Anlage geht, steht dieser Teilbereich eher im unteren Drittel der Aufgabenliste. Dabei verschenken die Unternehmen Produktivitäts­potential.

 

Die „PACK@EASE"-Packstation kann Abhilfe schaffen. Bei diesem Projekt sind alle notwendigen Kompetenzen zusammen gekommen, um das Verpacken als Teilfunktion der Intra­logistik grundsätzlich zu durchdenken und praxistauglich umzusetzen. Die verifizierte Ergonomie-Leistung der neuen Lösung stellt ein effektives, effizientes und ergonomisches Arbeiten sicher.