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Neun-Monatszahlen 2013: Sartorius mit Wachstum bei Auftragseingang, Umsatz und Gewinn

  • 21/10/2013, Göttingen

  • Konzernumsatz + 5,2%; Auftragseingang + 7,7%; operativer Gewinn + 6,3%
  • Firma: Sartorius AG

 
  • Hohe Wachstumsdynamik bei Bioprocess Solutions; uneinheitliches Marktumfeld für Lab Products & Services
  • Gewinnziel für Gesamtjahr 2013 bestätigt

Sartorius, ein international führender Labor- und Pharmazulieferer, hat die ersten neun Monate 2013 mit deutlichen Zuwächsen bei Auftragseingang, Umsatz und Gewinn abgeschlossen. Dabei verzeichneten die drei Konzernsparten eine unterschiedliche Dynamik. Sehr erfolgreich entwickelte sich erneut die größte Sparte des Unternehmens, Bioprocess Solutions, die vor allem auf Einwegprodukte für die Medikamentenherstellung spezialisiert ist. Auch in den Sparten Lab Products & Services und Industrial Weighing zog das Geschäft im Jahresverlauf an. Allerdings blieb die Entwicklung des Laborgeschäfts im dritten Quartal aufgrund eines teilweise schwierigen Marktumfelds hinter den Erwartungen zurück. Auf Basis der Neun-Monatszahlen bestätigte die Unternehmensleitung ihr Gewinnziel für das Gesamtjahr.

Wachstum von Umsatz und Auftragseingang
Sartorius erhöhte seinen Auftragseingang in den ersten neun Monaten 2013 gegenüber der Vorjahresperiode währungsbereinigt (wb) um 7,7% auf 669,9 Mio. €. (nominal 5,2%; Vorjahr 636,6 Mio. €). Der Umsatz wuchs im gleichen Zeitraum wb um 5,2% auf 657,3 Mio. € (nominal 2,8%; Vorjahr 639,4 Mio. €).

Zur guten Geschäftsentwicklung trug vor allem die Sparte Bioprocess Solutions bei. Ihr Auftragseingang legte wb sehr deutlich um 15,9% auf 404,9 Mio. € zu (nominal 13,5%; Vorjahr 356,6 Mio. €). Dieser Anstieg war einerseits auf die starke Nachfrage nach Einwegprodukten für die Biopharmaproduktion zurückzuführen, zum anderen wirkten sich vor allem im ersten Quartal Sonderimpulse in Form von größeren Aufträgen für Equipment positiv aus. Auch der Umsatz der Sparte stieg signifikant wb um 8,4% auf 382,4 Mio. € (nominal +6,1%; Vorjahr 360,3 Mio. €). Zum Umsatzwachstum trug die im Januar 2013 abgeschlossene Akquisition im Bereich Zellkulturmedien etwa einen Prozentpunkt bei. Regional legte die Sparte am stärksten in Asien zu.

In der Laborsparte Lab Products & Services lag der Auftragseingang bedingt durch die nur langsame Belebung des Marktumfelds in Nordamerika und Asien sowie durch Bereinigungen im Produktportfolio mit 191,4 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres (wb -3,6%; nominal -6,1%; Vorjahr 203,9 Mio. €). Ohne das Auslaufen einiger nicht-strategischer Produktlinien läge der Auftragseingang wb etwa auf Vorjahresniveau. Während sich Nordamerika und Asien weniger dynamisch entwickelten als erwartet, zeigte Lab Products & Services in Europa eine robuste Entwicklung. Der Umsatz der Sparte lag in den ersten neun Monaten mit 199,1 Mio. € auf Vorjahresniveau (wb +0,9%; nominal -1,7%; Vorjahr 202,5 Mio. €).

Der Geschäftsverlauf der kleinsten Konzernsparte Industrial Weighing hat sich nach einem schwierigen Marktumfeld zu Jahresbeginn weiter positiv entwickelt. So erreichten Auftragseingang mit 73,6 Mio. € (wb -0,5%; nominal -3,2%; Vorjahr 76,1 Mio. €) und Umsatz mit 75,8 Mio. € (wb +1,5%; nominal -1,1%; Vorjahr 76,7 Mio. €) in etwa die Werte der Vorjahresperiode.

Mit Blick auf die Regionen verzeichnete Sartorius mit einem Plus von wb 8,0% das größte Umsatzwachstum in Asien, gefolgt von Europa, das wb um 6,6% zulegen konnte. Der Umsatz in Nordamerika lag wb mit -1,8% noch leicht unter dem sehr starken Vorjahreswert, der Auftragseingang stieg jedoch auch in dieser Region deutlich an.

Gewinn weiter gesteigert
Der Sartorius Konzern konnte seine Profitabilität in den ersten neun Monaten 2013 weiter steigern. So erhöhte sich das operative EBITDA1) überproportional um 6,3% auf 126,0 Mio. €, die entsprechende Marge stieg von 18,5% auf 19,2%. Dabei erhöhte sich der Ergebnisbeitrag der Sparte Bioprocess Solutions bedingt durch Skalen-Effekte um 12,4% auf 86,8 Mio. €, die Ergebnismarge stieg deutlich von 21,4% auf 22,7%. Das operative Ergebnis der Sparte Lab Products & Services erreichte mit 32,4 Mio. € etwa das Vorjahresniveau von 33,1 Mio. € bei einer unveränderten Marge von 16,3%. Das Ergebnis der Sparte Industrial Weighing lag mit 6,7 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres, die operative EBITDA-Marge betrug 8,9% nach 10,6% im Vergleichszeitraum.

Inklusive von Sondereffekten in Höhe von -4,8 Mio. € (Vorjahr: -9,7 Mio. €) und Abschreibungen erhöhte sich das EBIT des Konzerns von 79,3 Mio. € auf 86,3 Mio. €. Die entsprechende EBIT-Marge erreichte 13,1% nach 12,4% im Vorjahr. Der maßgebliche Konzernnettogewinn2) lag nahezu unverändert bei 47,0 Mio. € (Vorjahr: 46,8 Mio. €). Der Gewinn je Stammaktie belief sich auf 2,75 € (Vorjahr: 2,74 €), bzw. je Vorzugsaktie auf 2,77 € (Vorjahr: 2,76 €).

Gewinnziel bestätigt
Basierend auf den Geschäftsergebnissen der ersten neun Monate bestätigte die Unternehmensleitung ihre Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr, die eine wechselkursbereinigte Erhöhung der operativen EBITDA-Marge auf rund 19,5% vorsieht. Der Umsatz soll mit wb +7% weiterhin innerhalb der zu Jahresbeginn angegebenen Bandbreite von wb 6% bis 9% zulegen, jedoch nicht ganz die zum Halbjahr erwartete obere Hälfte der Bandbreite erreichen.

Mit Blick auf die drei Sparten rechnet das Unternehmen für Bioprocess Solutions wie bisher damit, das obere Ende der bisher kommunizierten Bandbreite von 9% bis 12% Umsatzwachstum zu erreichen oder leicht zu übertreffen. Die operative EBITDA-Marge soll unverändert auf 22,5% bis 23,0% steigen.

Für Lab Products & Services erwartet das Unternehmen aufgrund des uneinheitlichen Marktumfelds nunmehr, das Umsatzniveau des Vorjahres zu erreichen (bisher: unteres Ende des Korridors von 3% bis 6%). Die operative EBITDA-Marge dürfte im Geschäftsjahr 2013 bei rund 16,0% liegen (bisher: 17,0% bis 17,5%).

Für den währungsbereinigten Umsatz der Sparte Industrial Weighing wird unverändert mit dem Erreichen des unteren Endes der Wachstumsprognose von 0% bis 3% gerechnet. Die operative EBITDA-Marge soll weiterhin rund 10,0% erreichen.

1) Sartorius verwendet das operative EBITDA (um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation) als wesentliche Ertragskennzahl.

2) Der maßgebliche Konzernnettogewinn ergibt sich durch Bereinigung um Sondereffekte, Herausrechnung nicht zahlungswirksamer Amortisation und Bewertungseffekten aus Hedginggeschäften, jeweils einschließlich entsprechender Steuereffekte sowie durch Berücksichtigung von Minderheitsanteilen.

Diese Pressemitteilung enthält Aussagen über die zukünftige Entwicklung des Sartorius Konzerns. Die Inhalte der Aussagen können nicht garantiert werden, da sie auf Annahmen und Schätzungen beruhen, die gewisse Risiken und Unsicherheiten bergen.

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