DAS INDUSTRIEVERZEICHNIS
Direkte Kontaktaufnahme mit den Unternehmen

Sartorius zieht Bilanz für das Geschäftsjahr 2012

  • 12/03/2013, Göttingen

  • Sartorius, ein international führender Labor- und Pharmazulieferer, hat das Jahr 2012 mit zweistelligem Umsatzwachstum abgeschlossen und seinen Ertrag um gut 20% gesteigert.
  • Firma: Sartorius AG

 
  • Konzernumsatz steigt um 15,4% auf 845,7 Mio. Euro
  • Operativer Gewinn legt um 20,3% zu; Gewinnmarge erreicht 16,0%
  • Dividende soll sich um rund 17% erhöhen
  • Für 2013 weitere Umsatz- und Gewinnsteigerungen erwartet

Auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens in Göttingen verwies Konzernchef Dr. Joachim Kreuzburg darauf, dass 2012 auch über den wirtschaftlichen Erfolg hinaus ein intensives und erfolgreiches Geschäftsjahr war: "2012 markiert das erste volle Jahr der Umsetzung unserer Wachstumsinitiativen, die wir im Rahmen unserer langfristigen Strategie ‚Sartorius 2020‘ verfolgen. Konkret haben wir 2012 unsere neue Spartenstruktur implementiert, Produktionskapazitäten substanziell erweitert, ein neues, standardisiertes und ausbaufähiges ERP-System in Betrieb genommen, erheblich in den Ausbau des Vertriebs in Nordamerika und Asien investiert und unser Produktportfolio durch Zukäufe und Kooperationen weiter gestärkt. Was unsere Teams weltweit im letzten Jahr hier parallel geleistet haben, finde ich sehr bemerkenswert."

Für 2013 rechnet Sartorius mit einer Umsatzsteigerung in Höhe von wechselkursbereinigt etwa 6% bis 9% und einer Erhöhung der operativen Gewinnmarge auf etwa 16,5%. „Neben weiteren Schritten bei Umsatz und Ertrag werden wir uns in den kommenden Monaten insbesondere darauf konzentrieren, unsere Wachstumsinitiativen weiter voranzutreiben. Vor allem für Nordamerika und ausgewählte Länder Asiens haben wir uns viel vorgenommen und zielen dort auch für das laufende Jahr auf zweistelliges Umsatzwachstum", so Kreuzburg.

Dynamisches Wachstum von Umsatz und Auftragseingang
Sartorius erzielte im Geschäftsjahr 2012 einen Konzernumsatz in Höhe von 845,7 Mio. Euro (Vorjahr: 733,1 Mio. Euro). Dies entspricht einer Steigerung von 15,4% (wb +11,7%). Zu dieser Umsatzsteigerung steuerte das zum Jahresende 2011 übernommene Biohit-Pipettengeschäft etwa sechs Prozentpunkte bei. Ähnlich deutlich fiel das Plus beim Auftragseingang aus. Dieser erhöhte sich um 15,7% (wb +12,0%) auf 866,8 Mio. Euro.

Zur positiven Geschäftsentwicklung trugen alle drei Sparten bei. Die Sparte Bioprocess Solutions, die für gut die Hälfte des Konzernumsatzes steht, knüpfte mit einem kräftigen organischen Umsatzwachstum von 15,6% (wb +11,8%) auf 474,2 Mio. Euro und einer Steigerung des Auftragseingangs um 11,0% (wb +7,3%) auf 479,5 Mio. Euro an das erfolgreiche Vorjahr an. Besonders stark nachgefragt waren Einwegprodukte für die biopharmazeutische Produktion, aber auch das Equipment-Geschäft mit biotechnologischen Produktionsanlagen verzeichnete aufgrund guter Nachfrage vor allem aus Nordamerika solides Wachstum.

Die Sparte Lab Products & Services, Anbieter von Premium-Laborinstrumenten und Laborverbrauchsmaterial, verzeichnete ein Umsatzplus von 21,1% (wb +17,1%) auf 268,9 Mio. Euro. Noch etwas stärker stieg der Auftragseingang: Dieser erhöhte sich um 30,5% auf 282,0 Mio. Euro (wb +26,2%). Zu diesem Wachstum trug der erstmalige Einbezug des Biohit-Pipettengeschäfts wechselkursbereinigt rund 19,0 Prozentpunkte bei.

Die kleinste Konzernsparte, Industrial Weighing, entwickelte sich erwartungsgemäß stabil. Ihr Umsatz von 102,7 Mio. Euro erreichte das gute Niveau des Vorjahres (+1,8%, wb -0,2%). Der Auftragseingang legte um 3,9% (wb +1,9%) auf 105,4 Mio. Euro zu.

Regional entwickelte sich Sartorius in Nordamerika mit einem Umsatzplus von 18,9% mit der größten Dynamik. Treiber war eine sehr gute Geschäftsentwicklung sowohl im Labor- als auch im Bioprozess-Geschäft. Auch in Asien wuchs das Geschäft mit 13,0% zweistellig. In Europa legte Sartorius in einem insgesamt schwächeren konjunkturellen Umfeld mit 8,6% zu (alle Regionalzahlen wechselkursbereinigt).

Deutliche Steigerung des Gewinns
Trotz der planmäßigen hohen Investitionen in neue Produktionskapazitäten und des Ausbaus der Vertriebsstrukturen konnte Sartorius seine Profitabilität im Berichtsjahr weiter steigern. Auf Basis des dynamischen Umsatzwachstums erhöhte sich das operative Konzernergebnis um 20,3% auf 135,0 Mio. Euro (Vorjahr: 112,2 Mio. Euro). Die entsprechende Marge erreichte 16,0% nach 15,3% im Vorjahr und markiert damit einen neuen Höchstwert. Zur positiven Gewinnentwicklung hat neben der Volumenentwicklung auch das günstige Währungsumfeld im Berichtsjahr beigetragen.

Mit Blick auf die Sparten hat insbesondere Bioprocess Solutions seinen operativen Gewinn mit einer Wachstumsrate von 22,9% auf 88,0 Mio. Euro (Vorjahr: 71,6 Mio. Euro) deutlich ausgebaut. Die operative Gewinnmarge dieser Sparte kletterte von 17,5% auf 18,6%. Die Lab Products & Services-Sparte verbuchte ein operatives Ergebnis von 36,9 Mio. Euro (Vorjahr: 30,7 Mio. Euro). Dies entspricht einer Steigerung von 20,1% und einer etwa konstanten Marge von 13,7% (Vorjahr: 13,8%). Die Sparte Industrial Weighing erzielte ein Ergebnis von 10,1 Mio. Euro und eine Marge von 9,9% nach 9,9 Mio. Euro bzw. 9,8% im Vorjahr.

Inklusive von Sondereffekten in Höhe von -13,9 Mio. Euro (Vorjahr: -11,3 Mio. Euro), die vor allem im Zusammenhang mit dem Transfer der Bag-Produktion von Kalifornien nach Puerto Rico, der Biohit-Integration und weiteren Konzernprojekten standen, beläuft sich das EBITA des Konzerns auf 121,1 Mio. Euro (Vorjahr: 100,9 Mio. Euro) und die entsprechende Marge auf 14,3% (Vorjahr: 13,8%).

Der maßgebliche Konzernnettogewinn lag bei 63,0 Mio. Euro nach 52,8 Mio. Euro im Vorjahr. Das entsprechende Ergebnis je Aktie beläuft sich für die Stammaktien auf 3,69 Euro (Vorjahr: 3,09 Euro) und für die Vorzugsaktien auf 3,71 Euro (Vorjahr: 3,11 Euro). Der unbereinigte Konzernjahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter beträgt 48,5 Mio. Euro, nach 41,6 Mio. Euro im Vorjahr.

Der operative Cashflow lag 2012 bei 53,2 Mio. Euro (Vorjahr: 79,0 Mio. Euro) und wurde u. a. für die Finanzierung der Investitionen in die erheblichen Kapazitätserweiterungen genutzt. Die wichtigste Finanzierungskennziffer, das Verhältnis aus Nettoverschuldung und operativem EBITDA, blieb trotz der hohen Investitionen konstant bei 1,9 (Vorjahr: 1,9) und damit weiterhin auf einem komfortablen Niveau. Die Eigenkapitalquote des Sartorius Konzerns lag vor dem Hintergrund der gestiegenen Bilanzsumme mit 37,7% etwa auf Vorjahresniveau (38,1%).

Aufwand für Forschung & Entwicklung angehoben
Im Geschäftsjahr 2012 hat Sartorius für Forschung & Entwicklung 48,1 Mio. Euro aufgewendet, ein Plus von 8,6% (Vorjahr: 44,3 Mio. Euro). Die umsatzbezogene F&E-Quote lag bei 5,7% (Vorjahr: 6,0%).

Investitionen auf hohem Niveau
Vor dem Hintergrund des starken Wachstums hat Sartorius 2012 substanziell in die Erweiterung seiner Produktionskapazitäten investiert. Die Investitionen lagen bei 74,2 Mio. Euro nach 51,8 Mio. Euro im Jahr zuvor; die Investitionsquote belief sich auf 8,8%.

Personalstärke erhöht
Zum 31.12.2012 waren im Sartorius Konzern 5.491 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, 604 Personen bzw. 12,4% mehr als im Vorjahr. Wesentlicher Grund für den Anstieg war neben dem dynamischen Wachstum der Einbezug von rund 400 Mitarbeitern, die durch den Zukauf von Biohit Liquid Handling hinzugekommen sind. 2011 hätte die Mitarbeiterzahl inklusive dieser Akquisition 5.299 betragen.

Dividende soll um rund 17% steigen
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 18. April 2013 eine Anhebung der Dividende auf 0,96 Euro je Vorzugsaktie (Vorjahr: 0,82 Euro) bzw. 0,94 Euro je Stammaktie (Vorjahr: 0,80 Euro) vorschlagen. Damit würde sich die Ausschüttungssumme gegenüber dem Vorjahr (13,8 Mio. Euro) um 17,3% auf 16,2 Mio. Euro erhöhen.

Positiver Ausblick auf das Jahr 2013
Auch im laufenden Jahr will Sartorius weiter wachsen: Das Unternehmen erwartet 2013 einen Anstieg des Umsatzes auf Basis konstanter Wechselkurse in Höhe von etwa 6% bis 9%. Dabei soll sich die Profitabilität erneut erhöhen. Auf Konzernebene wird ohne Berücksichtigung möglicher Wechselkurseffekte mit einer Steigerung der operativen EBITA-Marge auf etwa 16,5% gerechnet.

Mit Blick auf die drei Sparten erwartet die Unternehmensleitung für Bioprocess Solutions einen Umsatzzuwachs von etwa 9% bis 12%. Dazu soll die im Dezember 2012 geschlossene Kooperation mit dem Schweizer Life Science-Konzern Lonza im Bereich Zellkulturmedien etwa drei bis vier Prozentpunkte beitragen. Hinsichtlich der operativen Ertragsmarge rechnet das Management mit einer Steigerung auf etwa 19%. Für die Sparte Lab Products & Services rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von etwa 3% bis 6% und einer operativen EBITA-Marge in Höhe von etwa 14%. Die Sparte Industrial Weighing plant mit einer Umsatzsteigerung von etwa 0% bis 3% und einer operativen EBITA-Marge von etwa 10% (alle angegebenen Zahlen wechselkursbereinigt).

"Die Mehrzahl unserer Geschäftsbereiche wird von stabilen und langfristigen Trends getragen, deshalb haben wir uns für das Jahr 2013 erneut ehrgeizige Ziele gesetzt", kommentierte Kreuzburg die Prognose. "Für einen Teil unseres Geschäfts wird allerdings auch die weitere konjunkturelle Entwicklung, insbesondere in Europa, eine Rolle spielen."

 

Telefon
Telefon Nr. ansehen
Adresse Weender Landstrasse 94-108
37075  Göttingen
Niedersachsen - DEUTSCHLAND
(Hier Standort auf der Karte ansehen)