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Ford-Werke GmbH, Wechsel bei Werkzeugwechslern führte zu HUBTEX

  • 26/06/2009, Fulda

  • Ganz sicher, und möglichst schnell – das sind die entscheidenden Eigenschaften, über die moderne Werkzeugwechsler für die Automobilindustrie verfügen müssen. HUBTEX realisierte für die Ford-Werke GmbH Werkzeugwechsler mit Traglasten von 50 t.

 

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Er trägt dazu bei, dass Pressen und Stanzen und damit die Produktion von Fahrzeugteilen nur für minimale Zeit still stehen.

Der Ford-Standort in Saarlouis darf sich rühmen, beim Werkzeugwechseln europaweit einen ganz vorderen Rang einzunehmen - bestätigt durch das neutrale Messsystem Harbour Report. Lediglich knappe 18 Minuten benötigt der Umbautrupp durchschnittlich für einen kompletten Linienumbau, bei dem zurzeit bis zu 35 t schwere Press-Werkzeuge gewechselt werden. Dazu sind seit Januar 2009 in Saarlouis zwei neue Fahrzeuge von HUBTEX im Einsatz. Nach einem minutiös festgelegtem Umbauplan ist an dem Wechseln der Press- und Stanzwerkzeuge ein eingespieltes Team mit rund acht Ford-Beschäftigten beteiligt.

Die fünf Vorgängergeräte von unterschiedlichen Herstellern waren an den Standorten Saarlouis, Genk (Belgien) und Dagenham (Großbritannien) fast 20 Jahre lang im Einsatz. Nun ersetzte Ford diese Geräte innerhalb von rund sechs Monaten durch den HUBTEX WWT 500. Dieser Fahrzeugtyp wurde in enger Zusammenarbeit zwischen Planungsstab Köln und allen betroffenen Werken von HUBTEX entwickelt. Das Ziel war, baugleiche Geräte zu beschaffen, die den Anforderungen aller Betreiberwerke entsprechen. Zunächst wurden zwei Geräte nach Saarlouis geliefert, hiernach folgte die Auslieferung an die Werke Genk und Dagenham. Dipl.-Ing. Achim Hausmann, verantwortlich für die Beschaffung von Flurförderzeugen bei Ford Europa, sagt: „Bei der Auswahl des Lieferanten tragen viele Kriterien zur Entscheidungsfindung bei. Der Preis ist dabei nicht allein entscheidend. Die konzeptionelle Umsetzung der Kundenanforderung, sowie die technische Kompetenz des Herstellers spielen ebenfalls eine wichtige Rolle."

Knappe Maße blieben, Traglast erhöht

Die neuen Werkzeugwechsler von HUBTEX haben die gleichen - knappen - Maße (3700 mm x 2300 mm) wie ihre Vorgänger, verfügen aber über eine höhere Traglast (bis zu 50 t). Angesichts der auch mit diesen Geräten geplanten langen Laufzeiten wurden die Lastreserven weitsichtig eingeplant. Verbessert haben sich die Fahreigenschaften, der Gleichlauf und die Ausstattung.

Einen wesentlichen Aspekt aus dem Pflichtenheft betont Heinrich Nemesheimer von der Abteilung Maintenance and Equipment Engineering im Werk Saarlouis: „Wir wollten den reparaturanfälligen Spindelantrieb ersetzt wissen. Er hatte gerade in der Endphase der alten Geräte hohe Reparaturkosten nach sich gezogen, u.a. wegen Lagerung, defekte Spindelmutter usw." HUBTEX bot eine Zug-Schubkette an, die nach genauer Justierung der Überlastsicherung einwandfrei läuft. Nemesheimer sagt: „Wir rechnen nun mit einem deutlichen Einspareffekt bei den Reparaturen."

Der Werkzeugwechsel mit Einzelpressen, die aufgrund ihrer Maße und Massen über keinen schiebbaren Werkzeugtisch verfügen, und daher ein Hilfsgerät wie den WWT 500 benötigen, läuft folgendermaßen ab: Nachdem das letzte Blechteil durch die Produktion gefahren ist, wird die Pressen-Anlage geöffnet und das Werkzeug durch den WWT 500 entnommen. Nemesheimer: „Ab dem letzten Blech läuft die Zeit." In der Regel dauert ein Werkzeugwechsel in Saarlouis rund 18 Minuten, bis das erste Blech mit dem neuen Werkzeug gepresst wird. Zugstangen des WWT 500 fassen das Werkzeug und eine massive Zug-Schubkette zieht es auf den Tisch. Wenn das Werkzeug präzise angefahren und angedockt wird, befindet es sich sauber in der Führung, also genau in der Mitte, so dass es auf dem Tisch zur Positionierung nicht mehr hin- und hergeschoben werden muss. Ein moderner Laser hilft dem Fahrer, den Mittelpunkt der Presse zu finden. Bis zu sechsmal täglich sind die Geräte an den vier verschiedenen Linien in Saarlouis im Einsatz. Die Werkzeuge pressen und stanzen Innen- oder Außenbleche für die Typen Focus, C-Max und Kuga. Ein Teil der Produktion geht in andere Ford-Werke.

Die Press-Werkzeuge werden regelmäßig gewechselt, um die richtigen Fahrzeugteile gemäß der Produktionsplanung just in sequence vorrätig zu haben. Dies ist der Haupteinsatz des WWT 500. Nur in Ausnahmenfällen werden die Geräte für den Zwischentransport der Werkzeuge in das Lager verwendet; dies geschieht in der Regel durch Tieflader.

 

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