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Ehrhardt + Partner: 11. Logistik Informationstag im EBL-Logistikzentrum

  • 05/10/2012, Boppard-Buchholz

  • Praxiseinblicke in neueste Lagertechnologien Planung und Management moderner Logistikzentren – dieses Thema stand beim 11. Logistik Informationstag von Ehrhardt + Partner (E+P) im Fokus der Fachvorträge.

 

In diesem Jahr - dem Jubiläumsjahr der E+P-Unternehmensgruppe - fand das renommierte Expertenforum erstmals im neu eröffneten EBL-Logistikzentrum statt. Über 80 Fachbesucher informierten sich vor Ort über die Prozesse und Abläufe in dem neuen, mit den modernsten Lagertechnologien ausgestatteten Innovationszentrum. Dort wird E+P ab sofort sämtliche Ersatzteile exklusiv für die BOMAG GmbH, den Weltmarktführer im Bereich der Verdichtungstechnik, lagern, verwalten und weltweit versenden.

„In diesem Jahr war der Logistik Informationstag etwas ganz Besonderes", so Marco Ehrhardt, geschäftsführender Gesellschafter von Ehrhardt + Partner und der EBL - Ehrhardt + BOMAG Logistics. „Denn am Beispiel unseres neuen Logistikzentrums, der EBL, sind wir in der Lage, Fachbesuchern aus aller Welt Einblicke in zukunftsweisende Lagerlogistik zu geben." Die EBL, ein Joint Venture der benachbarten Unternehmen E+P und BOMAG, bietet dem Warehouse-Experten E+P darüber hinaus vielfältige Möglichkeiten in der Produktentwicklung. „So können wir beispielsweise aus den Erfahrungen, die wir aus dem Logistikprojekt schöpfen, weiterführende Produkte entwickeln", erklärt Marco Ehrhardt. „Aber auch neue Mitarbeiter lassen sich direkt in der Praxis schulen. Und davon profitieren letztendlich auch unsere Kunden."

Der thematische Schwerpunkt der Vorträge lag dementsprechend auf der Führung und dem Betrieb eines modernen Logistikzentrums - von der Idee über die Planung der Prozesse bis hin zum Betrieb des Projekts. Christian Winkler, Lagerleiter der EBL, informierte die Fachbesucher über die Funktionen des EBL-Logistikzentrums und berichtete auch über neue EU-Verordnungen für Luftfrachtversendungen ab 2013. Denn die BOMAG-Ersatzteile werden künftig weltweit sowohl über den Luft- als auch über den Land- und Seeweg versendet. Welche Anforderungen an die Gebäudekonstruktion gestellt werden, darüber referierte Marco Bayer von Goldbeck. Er betonte vor allem die Wichtigkeit des nachhaltigen Bauens und stellte verschiedene Techniken zur Energieeinsparung vor. In einem weltweit einzigartigen Pilotprojekt werden in dem automatischen Kleinteilelager des neuen Logistikzentrums Micro-Shuttles der Firma Beewen eingesetzt. Piet Schuit von Beewen legte in seinem Vortrag den Fokus dementsprechend auf die Vorteile dieser Technik bei der Behälterbeförderung: Zuverlässigkeit, günstiger Energieverbrauch und Wartungsfreundlichkeit.

Die „Intelligenz" des Logistikzentrums ist das Lagerführungssystem LFS von E+P. Dieses führt und koordiniert künftig alle Lagerbewegungen vollautomatisch. Vier Softwaremodule stellte Hermann Pulm von E+P exemplarisch vor: die Stichprobeninventur, das Multi-Order-Picking mit dem Einsatz von Pick-by-Voice, das Transportleitsystem TLS und den Materialfluss-Controller MFC. Dieser steuert zukünftig den Materialfluss im Hochregallager sowie im automatischen Kleinteilelager. Wie wichtig der Einsatz energiesparender Technik gerade in einem Neubau ist, davon überzeugte Frank Labes von Mlog die Besucher. Die von Mlog gelieferten RBGs für das 23 m hohe Hochregallager im EBL-Logistikzentrum verfügen über eine entsprechende Technik. Die beim Abbremsen freiwerdende Energie wird direkt ins Stromnetz des Lagers eingespeist und kann so in anderen Bereichen wiedergenutzt werden. Last, but not least berichtete Prof. Dr. Bollenbacher vom ITL - Institut für technische Lösungen in der Logistik über die zukunftsweisende Technologie der RFID-Überladebrücken im EBL-Logistikzentrum. Dabei werden die RFID-Tags direkt am Palettenboden angebracht und beim Verladen auf den LKW mittels eingelassener Antennen in der Überladebrücke erfasst. Höhepunkt des Logistik Informationstages waren Live-Präsentationen der im Innovationszentrum eingesetzten Technik. Vom Hochregallager mit vier RBGs und über 11.500 Palettenplätzen, über das automatische Kleinteilelager mit insgesamt drei Gassen, vier Micro-Shuttles pro Gasse und 18.000 Lagerplätzen bzw. 60.000 Segmenten bis hin zum Pack- und Kommissionierbereich - in informativen Führungen durch alle Lagerbereiche kamen die Fachbesucher auch beim 11. Logistik Informationstag voll auf ihre Kosten.

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