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Eismann optimiert Warehouse- Prozesse durch Pick-Manager

  • 18/08/2008, Boppard a. Rhein

  • Innerhalb von nur acht Monaten führte Eismann, einer der führenden Anbieter von Tiefkühlkost in Deutschland, in sechs Lagern bundesweit und in zwei Lagern in Italien Pick-by-Voice für Wareneingang, Kommissionierung und Inventur ein

 

Die insgesamt acht Inbetriebnahmen erfolgten in so kurzer Zeit, weil Eismann sich für die bewährte „Plug and Play"-Lösung Pick-Manager von Ehrhardt + Partner (E+P) entschieden hatte. Die Warehouse-Expertengruppe aus Boppard bei Koblenz lieferte Eismann nicht nur die Pick-by-Voice-Software und die insgesamt rund 120 Voice-Geräte Talkman T2x von Vocollect. Darüber hinaus verantwortete E+P auch die Funkausleuchtung der bei minus 25 Grad Celsius betriebenen Tiefkühllager sowie größtenteils auch die Lieferung und Installation des notwendigen Funkequipments.
Neben den Eismann-Lagern in Esslingen und Pfaffenhofen wurden in Deutschland vier weitere Eismann-Lager, die durch Logistikdienstleister im Auftrag von Eismann bewirtschaftet werden, auf die sprachgeführte Kommissionierung mit Pick-by-Voice umgestellt. Darüber hinaus kommt Pick-by-Voice auch in den italienischen Eismann-Lagern in Verona und Novara zum Einsatz. Alle acht Lager greifen auf dieselbe Anwendung des Pick-Managers zu, die auf einer zentralen i5 am Hauptstandort Mettmann installiert und von E+P an das übergeordnete Warenwirtschaftssystem SAP 5.0 angebunden wurde. Über die Datenfunkanlagen und die Voice-Geräte hinaus sind an den einzelnen Standorten keine dezentralen Server oder Softwarelösungen erforderlich. „Die Tatsache, dass wir bei Bedarf schnell und einfach jedes unserer Lager in Europa an die Pick-Manager-Software auf der zentralen i5 anbinden können, war einer der ausschlaggebenden Gründe, warum wir uns für die Lösung von E+P entschieden haben. Mit dieser Software sind wir zum einen außerordentlich flexibel, zum anderen lieferte uns E+P alle Komponenten aus einer Hand: Hardware, Software und das notwendige Know-how für die Implementierung der Datenfunkanlage und des Pick-Managers", erläutert Joachim Reichelt, Projektmanager für Supply Chain Management bei Eismann Deutschland. Auch eventuell notwendige Reparaturen an der Hardware werden über das von E+P betriebene Vocollect Repair Center abgewickelt.

Kommissionierung und Rechnungslegung

Eismann verfügt über insgesamt ca. 200 Verkaufsniederlassungen mit 13 Lagern in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und der Schweiz. Von diesen Lagern aus werden die europaweit 2,5 Millionen Kunden des Tiefkühl-Heimservice beliefert. Die Auslieferung der ca. 1.400 verschiedenen Tiefkühlprodukte übernehmen die so genannten Eismänner - selbständige Handelsvertreter und deren Angestellte - mit ihren Kühlfahrzeugen. Auch für sie hat sich durch den Einsatz des Pick- Managers einiges verändert: Zum einen ist die Fehlerquote bei der Kommissionierung deutlich gesunken, denn durch die verschiedenen Kontrollstufen im Voice-Dialog kann der Eismann heute sicher sein, dass die für ihn bereitgestellte Ware genau den von ihm angeforderten Stückmengen entspricht. Zum anderen ermöglicht die direkte Anbindung des Pick-Managers an das Warenwirtschaftssystem eine vollautomatische Rechnungslegung. Vor dem Einsatz des Pick- Managers mussten die Rechnungen noch manuell angestoßen werden.
Heute wird die Rechnung direkt nach Beendigung der Kommissionierung im Lagerleitstand bzw. im Kühlhaus ausgedruckt und zusammen mit der Ware an den jeweiligen Eismann übergeben. Durch diese Optimierung ergibt sich erhebliches Einsparpotenzial in den nachgelagerten Prozessen.

Prozessoptimierungen durch den Pick-Manager

Vor der Implementierung des Pick-Managers arbeitete Eismann in allen deutschen Lagern mit Kommissionierlisten, die direkt aus dem Warenwirtschaftssystem SAP 5.0 ausgedruckt wurden. Vermerke auf den Listen konnten wegen der niedrigen Temperaturen nur handschriftlich mit Bleistift vorgenommen werden. Da die Kommissionierer bei der Arbeit Schutzkleidung und Handschuhe tragen, war die Schrift meist schlecht lesbar. Die nachgelagerte Buchung der Warenausgänge in SAP war deshalb mitunter fehlerhaft. Ein wesentlicher Vorteil für Eismann ergibt sich aus der gesteigerten Transparenz im Hinblick auf die Leistungen der einzelnen Lager. Diese ermöglicht es Eismann einerseits, den Personalbedarf pro Schicht genauer zu kalkulieren. Andererseits kann der Tiefkühlspezialist aufgrund der neu geschaffenen Datenbasis die selbst bewirtschafteten Lager vergleichen und dementsprechend leistungsbezogene Maßnahmen ergreifen.
Die beiden Lager in Italien waren bereits Ende 2005 auf sprachgeführte Kommissionierung umgestellt worden - allerdings im Offline-Betrieb. Das bedeutet, dass die Voice-Geräte aus SAP über eine Schnittstelle jeweils eine komplette Kommissionierliste übernahmen. Erst wenn diese vollständig abgearbeitet war, konnten die nachgelagerten Bestandsbuchungen manuell in SAP durchgeführt werden. Von September 2006 an wurden die acht Lager dann sukzessive auf die Pick-by-Voice-Technologie umgerüstet. Die Kapazitäten der einzelnen Lager variieren zwischen 2.000 und 3.800 Palettenplätzen sowie zwischen 20.000 und 50.000 Picks pro Schicht. „Heute steuert der Pick- Manager die Kommunikation zwischen den insgesamt rund 120 Voice- Geräten Talkman T2x und SAP vollautomatisch und in Echtzeit. Der Pick-Manager meldet die Entnahme der kommissionierten Artikel automatisch an SAP, wo sie vom Bestand abgebucht werden. So können Prozesse wie die Fakturierung der Artikel oder die Nachschubsteuerung viel zeitnäher angestoßen werden als zuvor", erläutert Marco Ehrhardt, geschäftsführender Gesellschafter von Ehrhardt + Partner.

Wareneingang und Inventur

Auch die Wareneingangskontrolle und die Inventur erfolgen heute mit Hilfe der Voice-Geräte Talkman T2x. So werden im Wareneingang von jeder Palette die Chargennummer und das MHD bereits vor der Einlagerung der Waren erfasst. Auf diesem Weg erzielt Eismann ebenfalls eine deutlich höhere Transparenz in den Lagern und gewährleistet eine lückenlose Chargenrückverfolgbarkeit. Außerdem nutzt Eismann den Pick-Manager für die permanente Inventur in SAP. Das Warenwirtschaftssystem stößt immer dann, wenn die Kapazitäten der Kommissionierer nicht ausgelastet sind, die Inventur für einen bestimmten Artikel an. Der Pick-Manager führt den Kommissionierer mit Hilfe eines speziellen Voice-Dialogs durch die notwendigen Arbeitsschritte und meldet das Ergebnis der Bestandsaufnahme an SAP zurück. So nimmt der Vorgang jeweils nur wenige Minuten in Anspruch und im Laufe eines Kalenderjahres werden sämtliche Lagerplätze mindestens einmal inventarisiert.

Herausforderung Funkausleuchtung in Tiefkühllagern

„Die besondere Herausforderung bei diesem Projekt war die Funkausleuchtung der bei minus 25 Grad Celsius betriebenen Tiefkühllager", erläutert Marco Ehrhardt. Für die deutschen Lager verantwortete E+P die Lieferung, Konfigurierung und Integration des gesamten Funkequipments. Für die Lager in Verona und Novara übernahm E+P ebenfalls die Auswahl und die Konfigurierung der Datenfunkanlage. Die Montage vor Ort wurde hier von einem lokalen Anbieter ausgeführt. „Die von uns realisierte Integration der Access Points stimmte in allen acht Lagern nahezu zu 100 Prozent mit dem gemessenen Ergebnis überein", betont Marco Ehrhardt nach den erfolgreichen Installationen.

Ausblick

Die acht erfolgreichen Inbetriebnahmen bestätigten Eismann darin, dass die Integration von Pick-by-Voice und die Zusammenarbeit mit Ehrhardt + Partner ein zukunftsweisender Schritt war. Aus diesem Grund wird ein Roll-out für Eismann-Lager europaweit von dem Unternehmen forciert. So hat das Eismann-Lager in der Schweiz bereits mit der Einführung von SAP begonnen und wird dadurch darauf vorbereitet, den Pick- Manager einzuführen. Auch für drei Lager in Frankreich gibt es bereits einen konkreten Zeitplan, der Inbetriebnahmen in absehbarer Zeit vorsieht.

Die Ergebnisse im Überblick

Durch den Einsatz des Pick-Managers von Ehrhardt + Partner erzielt Eismann folgende Vorteile:

  • Die insgesamt acht Inbetriebnahmen erfolgten in nur acht Monaten, da die bewährte „Plug and Play"-Lösung über Standard-Schnittstellen zu allen gängigen Host-Systemen verfügt.
  • Eismann hat lediglich einen Ansprechpartner für die Voice-Geräte, die Datenfunkanlage und die Pick-Manager-Software.
  • Die Pick-Manager-Software läuft auf einer zentralen i5 am Hauptstandort Mettmann. Weitere Lager in Europa können so in der Zukunft schnell und einfach an die Software angebunden werden.
  • Die Fehlerquote bei der Kommissionierung und bei den Buchungen am Bestand ist durch die Kontrollstufen im Voice-Dialog deutlich gesunken.
  • Die Bestandsbuchungen in Echtzeit führen zu einer erheblichen Steigerung der Transparenz und der Planungssicherheit im Warehouse.
  • Der Einsatz des Pick-Managers von E+P bietet Eismann größtmögliche Vergleichbarkeit seiner Lager und trägt damit zu Kostensenkungen bei.
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