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DENIOS: Batterieladeschrank zum sicheren Umgang mit Batterien

  • 06/11/2013, Bad Oeynhausen

  • Vorsicht: Explosionsgefahr! Der Umgang mit Fahrzeugbatterien birgt eine Menge von Gefahren, die sowohl die Gesundheit von Menschen als auch die Umwelt schädigen können.
  • Firma: DENIOS AG

 

Der Ladevorgang von Fahrzeugbatterien erfordert wichtige Vorkehrungen, um schwerwiegende Unfälle zu vermeiden. Dabei geht es nicht nur darum, Sicherheitshinweise zu beachten, sondern auch adäquate räumliche Bedingungen zu schaffen, die diese Gefahren minimieren. Der Gesetzgeber liefert hierzu die erforderlichen Richtlinien und Normen. Eine der wichtigsten stellt die von der Vereinigung der Metall-Berufsgenossenschaften veröffentlichte BG-Information 5017 "Ladeeinrichtung für Fahrzeugbatterien" dar.

Wodurch entsteht das Gefahrenpotenzial?

Bevor es jedoch um die möglichen Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen geht, stellt sich zunächst die Frage: Was sind die Gefahren und wie entstehen diese eigentlich?

Die in PKW und LKW eingesetzten Fahrzeugbatterien bestehen nicht nur aus giftigem eingepresstem Blei, Bleioxid und Bleisulfat. Ein Einblick in den Aufbau der Batterie zeigt, dass die Elektroden zu 37 % stark ätzende Schwefelsäure enthalten. Eine Berührung mit der Haut hätte also extreme Verätzungen zur Folge.

Während des Ladevorgangs werden außerdem Sauerstoff und Wasserstoff freigesetzt, die zusammen ein so genanntes "Knallgas" bilden. In Verbindung mit elektrischen Funken, offenem Licht oder heißen Gegenständen kann dies eine folgenschwere Explosion auslösen. Daher sind gut ausgebildetes Personal und richtig ausgerüstete Ladeeinrichtungen von besonderer Bedeutung.

Welche Regeln sind zu beachten?

Damit diese Gefahrensituationen verhindert werden, gibt es allgemeine Regeln für den Betrieb, die zu beachten sind. Zum Beispiel dürfen die Batterien nur von unterwiesenem Personal ausgetauscht werden. Wichtig ist auch, die Batterie vor dem Laden auf Gehäuseschäden und austretende Säure zu untersuchen. Weiterhin sind folgende Hinweise zu befolgen:

  • Keine Werkzeuge (Metallteile) auf der Batterie ablegen (Kurzschlussgefahr!).
  • Das Tragen und Mitführen von leitfähigen Armbändern, Fingerringen, Ketten und sonstigen metallenen Gegenständen in der Nähe von Ladestationen ist verboten.
  • In der Nähe von Ladestationen sind offene Zündquellen und Rauchen verboten.
  • Batteriesäure ist stark ätzend, deshalb sind Schutzbrille, säurefeste Schürze, Sicherheitshandschuhe und Sicherheitsschuhe zu tragen.

Da die Einhaltung solcher Sicherheitshinweise für das sichere Laden von Batterien alleine nicht ausreicht, werden an die Ladeeinrichtungen und elektrischen Anlagen gewisse Rahmenbedingungen gestellt. Im Detail geht es dabei um die Verhinderung eines explosionsfähigen Luftgemisches, die Anforderungen an den Batterieladeraum bzw. -bereich sowie um die Anforderungen an die elektrische Ausrüstung.

Maximale Sicherheit durch ausreichende Belüftung

Erfahrungen und Untersuchungen zeigen, dass bereits geringe Luftbewegungen wie ein Vorbeigehen eines Mitarbeiters oder natürliche Luftzirkulation durch Zug ausreichen, um die Vermischung des Knallgases mit der Luft zu beschleunigen. Eine ausreichende Lüftung kann dieses Problem beheben. Laut der BG muss für eine natürliche oder technische Lüftung gesorgt werden, wenn der untere explosionsfähige Grenzwert (UEG) von 4 Vol.-% Wasserstoffanteil in der Luft nicht eingehalten wird. Wann welche Lüftungsform erforderlich ist, hängt von der jeweiligen Situation ab. Zum Beispiel reicht bei gelegentlichen Ladevorgängen in Werkstätten eine natürliche Belüftung in der Regel aus, wenn die Türen oder Fenster während des Ladens dauerhaft geöffnet sind. Jedoch ist nicht davon auszugehen, dass dies in der Praxis tatsächlich zu 100 Prozent gewährleistet ist. Zudem birgt das Risiko von Fahrlässigkeit oder Unachtsamkeit der Mitarbeiter zusätzliches Gefahrenpotenzial.

Für den Fall einer nicht ausreichenden natürlichen Lüftung ist der Einsatz einer technischen Lüftung unumgänglich. Da auch nach Abschalten des Ladestroms mit Gasbildung zu rechnen ist, schreibt die BG vor, dass mit dem Beginn und eine Stunde nach der Ladung die Lüftung eingeschaltet sein muss. In wie weit die Einsatzteile explosionsgeschützt sein müssen, geben die entsprechenden europäischen (DIN EN ISO) und technischen (VDMA 24163) Normen sowie die Maschinenrichtlinie vor.

In den Blickpunkt fällt bei der Betrachtung möglicher Gefahrenzonen auch der Raum bzw. der Bereich, in dem Batterien geladen werden. Laut der BG darf dieser in keinem Fall einer direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Zusätzlich werden noch folgende Bedingungen an die Räumlichkeiten gestellt:

  • Keine extremen Temperaturunterschiede
  • Keine Erschütterungen
  • Kühle, frostfreie und trockene Atmosphäre

Neben den Anforderungen an die direkte Umgebung muss letztendlich noch die Sicherheit der elektrischen Ausrüstung - speziell der Ladegeräte - gewährleistet sein. Hierbei stehen die Normen der Reihe DIN VDE 0100 im Fokus. Allgemein gilt: Personen und Sachgegenstände müssen geschützt sein. Im Detail bedeutet dies, dass die elektrische Ausrüstung elektrolyt- und feuerbeständig sowie Ex-geschützt sein muss.

Richtiges Equipment sorgt auch für rechtliche Sicherheit

Das Laden und der Umgang mit Batterien birgt also jede Menge Gefahren und beinhaltet sehr viele Vorschriften, die zu befolgen sind. Denios bietet mit seinem Batterieladeschrank eine Lösung, durch die der Anwender nicht nur vor Unfällen geschützt wird, sondern auch im rechtlichen Sinne auf der sicheren Seite steht. Ausgestattet mit einer automatischen Absaugung mit einstündigem Sicherheitsnachlauf und einer permanenten Überwachung des Abluftstroms erfüllt er alle Anforderungen der BG-Information 5017. Zudem ermöglichen die drei transparenten Türen aus Plexiglas eine einfache Kontrolle des Ladevorgangs. Damit keine explosionsfähigen Gase in die Atmosphäre dringen können, ist auf dem Batterieladeschrank die Anbringung eines Abluftkanals vorgesehen. Dieser führt zusammen mit der eingebauten Lüftung die beim Laden entstehenden Gase sicher nach draußen. Wird die Lüftung ausgeschaltet, bewirkt die eingebaute Steuereinheit eine automatische und unmittelbare Unterbrechung des Ladevorgangs. Dadurch wird eine maximale Sicherheit zum Schutz vor Explosionen gewährleistet. Ein robustes Gehäuse aus säure- und laugenbeständigem Polyethylen (PE) und eine integrierte Auffangwanne als Schutz vor austretenden giftigen Flüssigkeiten stellen weitere Vorteile des Batterieladschrankes dar und runden das Gesamtpaket ab. Je nach Bedarf können zwei Fahrzeugbatterien gleichzeitig geladen werden (Anschlüsse für zwei Ladegeräte sind vorhanden).

Fazit

Mit der Befolgung der Sicherheitshinweise und einer entsprechenden Ladeeinrichtung lassen sich die Risiken und Gefahren, die beim Laden von Fahrzeugbatterien entstehen, auf ein Minimum reduzieren. Eine Hinterfragung seines eigenen Handelns vor dem Hintergrund möglicher Gefahrensituationen und ein regelmäßiges Unterweisen der Beschäftigten gehören jedoch unbedingt dazu. Kompetenz und Know-how im Umgang mit Gefahrstoffen ist gefragt.