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B&M TRICON: Innovative RFID-Lösung steigert Lagereffizienz beim Automobilzulieferer Nedschroef

  • 15/10/2010, Wien

  • Kaum eine bekannte Automarke, die nicht die im Fahrzeugbau benötigten Muttern bei dem holländischen Metallkonzern Nedschroef bezieht.

 

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Im Werk in Plettenberg werden pro Jahr etwa 12.000 Tonnen Muttern produziert und an die Automobilproduzenten in der ganzen Welt geliefert. Jetzt unterstützt das maßgeschneiderte DATAKEY RFID-System von B&M TRICON die Kommissionierung und den Versand der kundenspezifisch produzierten Muttern.

Als das Lager im Werk Plettenberg 2008 auf ein Hochregallager von Viastore umgestellt wurde, ergab sich die Anforderung der Vernetzung von Leitstand, Aufgabestation, Packplätzen und Hochregallager mit dem zentralen Brain ERP-System, das auf einer AS400 läuft. B&M TRICON wurde als langjähriger Auto-ID-Dienstleister eingeladen, eine Lösung für die Datenerfassung und Datenkommunikation vorzuschlagen. (Erste Sporen bei Nedschroef hatte sich B&M TRICON durch eine Logistik-Lösung für die Bandanlieferung bei der Austin-Mini-Produktion im BMW-Werk in Oxford bereits verdient.) Auch das Fraunhofer Institut legte eine Studie für die Automatisierung des Hochregallagers vor. Interessanter Weise deckte sich der Vorschlag des Fraunhofer Institut großteils mit der von B&M TRICON unterbreiteten Lösung.

Fertigungsauftrag mit RFID-Tag

Alle Muttern im Nedschroef-Lager werden in einheitlichen Metallbehältern gelagert und von diesen auf den Waagen in die Verpackungsgebinde für die Lieferanten gefüllt. Insgesamt sind 4.500 Behälter im Umlauf. Für die Gewichtsermittlung ist es notwendig, die Tara des Behälters genau zu kennen. Dazu wurde von B&M TRICON ein flexibler Kunststoff-RFID-Transponder ausgewählt, auf den die ermittelte Tara eingeschrieben wird. Der kostengünstige Tara-Tag wird einfach auf den Metallbehälter geklebt, ist bis über 100°C temperaturbeständig und kann durch die Staplergabeln nicht zerstört werden.

Zur einmaligen Beschreibung des Tara-Tags wird das Handheld-RFID-Gerät PL3000 von Nordic ID eingesetzt. Dazu wird das Behältergewicht gewogen und händisch am PL3000 eingetippt. Dann wird mit dem Gerät der RFID-Chip im Tara-Tag beschrieben.

Durch die Speicherung der Tara im Tag, entfallen alle weiteren Tara-Ermittlungen für den Behälter. Das PL3000 wird auch eingesetzt, um die Barcodes auf den Fertigungsaufträgen am Behälter zu lesen. Geplant ist auch die Verbuchung und Verfolgung der Behälter in der Produktion mit den Handhelds.

Uwe Schnabel, Leiter Werkslogistik bei Nedschroef: „Die von B&M TRICON programmierte Schnittstelle vom Handterminal zur AS400 ist offen und modular und gibt uns die Möglichkeit, das Handterminal auch direkt an die AS400 anzubinden, was bei zukünftigen Erweiterungen des Systems sehr wertvoll ist."

Logistikleiter Schnabel: „Die Auswahl des RFID-Transponders für die Fertigungsaufträge war eine schwierige Aufgabe. B&M TRICON hat dazu eine intelligente, zuverlässige und gleichzeitig kostengünstige Lösung gefunden, die unser bisheriges System innovativ erweitert.". Dazu werden auf dem Fertigungsauftrag (A4-Blatt) ein RFID-Tag und ein Klebeetikett aufgebracht. Das 80 x 50 mm große Klebeetikett dient der Kennzeichnung von entnommenen Proben für die Qualitätssicherung. Der RFID-Tag wird in einem einzigen „Druckvorgang" im Lexmark-Laserdrucker gleichzeitig mit dem Druck des Fertigungsauftrags beschrieben. Der Fertigungsauftrag wird in eine Klarsichttasche gesteckt und mit Draht außen am Behälter angebracht. Durch den Luftspalt zwischen Behälter und RFID-Tag ist ein problemloses Lesen mit UHF-Readern möglich, ohne Störung durch den Metallbehälter.

Der RFID-Tag ermöglicht das automatische Lesen der Behälter in der Aufgabestation (Einlaufplatz) des Hochregallagers und bei allen weiteren Bewegungen des Metallbehälters im Lager. In der Aufgabestation des HRLs wird mit einem Intermec UHF-Reader mit zwei verschiedenen Antennen gleichzeitig der Tara-Tag und der Fertigungsauftrag gelesen. Dabei erfolgt auch eine Plausibilitätsprüfung der Signalstärke, um Signale von umstehenden Behältern auszublenden.

Bevor der Behälter in der Aufgabestation auf die Waage fährt, wird der UHF Reader durch eine SPS getriggert. Wenn der Reader den Behältertag mit dem Taragewicht und die Behälternummer des Fertigungsauftrags ermittelt hat, übermittelt er das Leseergebnis an den DATAKEY-Server, dem auch das Wiegeergebnis als Bruttogewicht zugespielt wird. Nach Einholung der Einlagerungserlaubnis von der AS400 schreibt der DATAKEY-Server in die Datenbankschnittstelle zum LVS-Rechner alle Daten wie Behälternummer, Gesamtgewicht etc. Liegt bereits das Stückgewicht vor, so wird auch dieses abgespeichert. Wenn die Einlagerung durch das LVS erfolgt ist, wird der Behälter entsprechend zur Verbuchung auf der AS400 vorgemerkt. Auf dem DATAKEY-Server werden in einer MS SQL Datenbank folgende vier Tabellen vorgehalten: offene Einlagerungsaufträge und offene Auslagerungsaufträge, Buchungsprotokoll sowie Buchungsfehler, die auf dem DATAKEY-Leitstand grafisch übersichtlich aufbereitet, abgerufen werden können.

RFID-gestützte Kommissionierung

Die einlangenden Aufträge werden von Disponenten ins System eingegeben. Im Verpackungsleitstand werden die Aufträge nach Lieferdatum gereiht und auf die verschiedenen Packstände nach Größe und Stückzahl verteilt. Die Verteilung erfolgt auf Basis der unterschiedlichen Waagen: Kleine Aufträge landen an den manuellen Waagen, die größeren an den automatischen Waagen bzw. Verpackungsmaschinen.

Am Monitor des Verpackungsleitstands klickt der Packer die Aufträge an und liest die Sollstückzahl und die Anzahl der Packstücke mit Füllmenge (z.B. 50 KLD á 3.000 Stk.) ab. Der Packer hat auf seinem Monitor jeweils nur jene Aufträge, die er an einem Tag abarbeiten muss. Von seinem PC am Arbeitsplatz kann er den entsprechenden Behälter aus dem Hochregallager anfordern. Der Lagerautomat entnimmt daraufhin automatisch den Behälter und stellt ihn zur Abholung bereit. Es gibt beim Hochregallager mehrere Ausgabestationen, um die Abwicklung flüssig zu gestalten. Der Packer holt mit dem Stapler den Behälter zu seinem Packplatz und zählt dann die entsprechende Menge in die Versandbox. Die Stückzahl wird an der Waage aus dem Gewicht errechnet.

DI Klaus Menken, Projektbetreuer von B&M TRICON: „Die Ermittlung der Stückzahl aus dem erhobenen Gewicht ist eine komplexe Angelegenheit: Dazu wurde von uns ein Programm für Stückgewichtsermittlung erstellt, das mit dem stochiastischen System von Dr. Jasper vernetzt ist, um die genaue Stückzahl zu ermitteln." Grundlage für das Dr.-Jaspers-System ist die exakte Ermittlung des Stückgewichts für jede einzelne Mutternsorte, wobei Gewichtsstreuungen ausgeglichen und das Stückgewicht mit statistischen Methoden ermittelt wird.

Zu den weiteren Aufgaben von B&M TRICON zählte die Programmierung der Schnittstelle vom Viastore LVS bzw. Hochregallager zum Brain ERP-System, Schnittstellen für Einlagerung und Übergabe an Viastore und die Verbuchung in Brain, dann die Meldung der Behältererzeugung und Fertigungsrückmeldung von Brain sowie die Auslagerung aus Brain. Außerdem wurde ein DATAKEY-Server mit Leitstand für das Behältermanagement eingerichtet.

Projektleiter Reuter: „Durch die solide Arbeit von B&M TRICON können wir die Möglichkeiten des LVS jetzt voll ausschöpfen, sparen Zeit und Kosten, haben Fehler reduziert und die Effizienz der Lagerabwicklung erhöht."

Highlights

  • Effizienzsteigerung der vorhandenen Logistiksysteme (Viastore LVS und Brain) durch DATAKEY-Middleware
  • kostengünstige RFID-Lösung für Metallbehälter
  • Flexibilität der Auftragszuteilung durch DATAKEY-Leitstand
  • Zeitersparnis durch Tara-RFID-Tag
  • flexible Schnittstelle vom Handterminal zur AS400

 

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